Mwanza 25.-27. Tag

Am 25.12 hatten wir frei. Wir haben dann lange geschlafen und hatten einen super Brunch mit allen wichtigen Sachen. Am Tag haben wir dann einfach entspannt.

Am 26.12 durfte ich bei einem Kaiserschnitt assistieren. Wenn man hier als Student assistiert ist man eher eine technische Operationsassistenten, welche die Instrumente reicht. Dies ist teilweise ein bisschen schwierig da sie die Instrumente anders nennen als bei uns und man die Operateure teilweise sehr schwer versteht. Irgendwie hat es dann aber trotzdem gut geklappt und ein gesundes Mädchen wurde entbunden.

Ich bin angezogen als würde ich gerade in den Schlachthof gehen….

Heute ist auch schon unser letzter Tag im Spital gekommen. Wir durften noch einmal 3 Spontangeburten miterleben. Bei einer hat eine deutsche Studentin assistiert. Bei Rebeccas Geburt, bei welcher sie assistiert hat gab es zeitweise eine kleine Komplikation. Das Problem war, dass die vordere Schulter nicht geboren werden konnte und das Kind dann festgesteckt ist. Irgendwann hat man dann zuerst die hintere Schulter geboren und dann kam das Kind auch raus.

Dann durfte ich noch eine Geburt leiten, welche kompliktionslos verlief. Die Hebamme fragte mich dann danach ob ich bereit wäre nun zu nähen. Ich habe dann gesagt ja ich könne die aufgerissene Stelle zwischen Vagina und Po zunähen, denn als ich das letzte mal abgelehnt habe, habe ich gesehen wie kataastrophal der Pfleger es genäht hat. Darum habe ich mir gedacht, dass ich das auch hinbekomme obwohl ich mich etwas überfordert gefühlt habe. Am Schluss denke ich ist aber alles gut gekommen.